Foto eines Videodrehs, mit Bokeh

Twitch vs. Youtube – Kampf der Giganten

Schon seit einiger Zeit fordert Twitch den bisherigen Platzhalter YouTube im Kampf um die Krone der Online-Video Plattformen heraus. Der Gewinner ist noch nicht wirklich absehbar, der Kampf noch nicht entschieden. Denn bei all den Ähnlichkeiten zwischen beiden Plattformen, gibt es auch einige sehr deutliche Unterschiede. Im Rahmen unseres Themenspecials wollen wir euch zeigen, wie sich die Plattformen aus Nutzer Sicht unterscheiden.

Twitch & YouTube - Was sind die Unterschiede?

Der größte Unterschied zwischen den beiden Plattformen liegt in der grundsätzlichen Ausrichtung der Inhalte für die jeweilige Community. Twitch richtet sich an Live-Streamer und ist die größte Live-Streaming-Plattform der Welt mit Fokus auf Gaming und Entertainment. YouTube hingegen ist als Video-on-Demand Plattform für dauerhafte Inhalte gedacht und hat eine großartige Suchmaschine, die denjenigen hilft, die sich für ein bestimmtes Thema oder eine Nische interessieren. Doch es ist zu erwarten, dass sich die Plattformen inhaltlich immer weiter annähern werden. Twitch erlaubt inzwischen ein breiteres Spektrum an Content als Gaming und bindet auch vermehrt VoD-Inhalte ein, während YouTube mit verschiedenen Live-Streaming Lösungen experimentiert - nicht nur, aber vor allem im Gaming Bereich.

Creator vs Content

Sowohl Twitch als auch YouTube verfügen über Suchfunktionen, mit denen die Nutzer der schieren Masse an Content Herr werden können. Doch bei der Umsetzung sind die Ansätze ebenfalls sehr unterschiedlich. Twitch neigt dazu, populäre Streamer in den Fokus zu stellen. Die YouTube Suche hingegen stellt Content in den Fokus. Das hat auch zur Folge, dass alte Videos, die schon vor mehreren Jahren hochgeladen wurden, innerhalb der ersten Suchergebnisse auftauchen. Wer also eher auf Suche nach speziellem Content ist, wird in der Regel auf YouTube fündig. Zwar bietet auch Twitch VoD für vorherige Streams an, jedoch nur für einen gewissen Zeitraum.

Die Zuschauerzahl

Während YouTube rund 1 Milliarde Nutzer pro Monat verzeichnet, sind es bei Twitch ca. 100 Millionen monatliche User. Allerdings ist das kein Grund, Twitch zu unterschätzen! Gerade durch das Livestreaming ist die Bindung zwischen Creator und Zuschauern sehr groß. Es ist dann halt doch etwas anderes, ob man live mit dem Streamer interagieren kann, oder ob man nur das fertige Video guckt.Interessant ist auch das Wachstum der beiden Plattformen. Hier kann Herausforderer Twitch mit einem Plus von rund 25 Prozent mehr Zuschauern im Jahresvergleich punkten. YouTube kann aufgrund der schon sehr großen Reichweite nicht mit diesem hohen Wachstum mithalten, schafft es aber immerhin noch auf ein beachtliches Wachstum von rund 10 Prozent.

Unterschiedlicher Fokus

Was lässt sich am Ende festhalten? Grundsätzlich sind YouTube und Twitch die beiden bekanntesten Online-Video-Plattformen der Welt. Ihr Fokus ist allerdings ein anderer, jedenfalls zur Zeit. Während YouTube die Plattform für die breite Masse ist, die von Katzenvideos bis hin zu aufwendig produzierten Reportagen das komplette Spektrum abdeckt, geht Twitch seinen eigenen weg. Dort geht es hauptsächlich um Livecontent,  sowie Interaktion zwischen Streamern und Zuschauern. Auch inhaltlich besteht Twitch aktuell noch hauptsächlich aus Gamingcontent.Bei beiden Plattformen sind Bewegungen erkennbar, sich in die jeweils andere Richtung zu öffnen. Twitch öffnet sich vor allem inhaltlich weiter zu einer Entertainment Plattform, während YouTube immer wieder Versuche startet, sich für Streamer und Gamer attraktiv zu gestalten. Letztlich haben beide Plattformen aktuell ihr Publikum gefunden und liefern genau das, weswegen die Nutzer da sind: unterhaltsamen Content - auf die jeweils eigene Art.

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